Materialienkunde
Wolle
Naturfaser vom Tierfell: wärmend, formbeständig, knitterarm. Gute Wasser und Schmutzabweisende Eigenschaften. Lässt sich leicht reinigen und Trocknen.
Baumwolle (ArtSilk)
Bekannt seit fast 8000 Jahren: Fasern aus dem Samen der Baumwollpflanze. Ihre Güte hängt von der Stapellänge (20-55 mm) und Stapelgleichmäßigkeit ab. Baumwolle gilt als sehr hautfreundlich, weil sie atmungsaktiv ist und viel Feuchtigkeit aufnimmt. Sie ist licht-, wasch- und wetterecht, reißfest und filzt nicht. Weiße Baumwolle ist kochfest. Von Natur aus völlig unelastisch. Baumwolle kann
zur Qualitätssteigerung behandelt werden:
mercerisiert = Der Baumwollfaden wird mit Natronlauge unter Spannung geglättet.
Wirkung: dauerhafter Glanz, weicher und fülliger Griff, höhere Reißfestigkeit. Nicht so schmutzabweisend wie reine Wolle. Nimmt mehr Wasser auf, trocknet langsamer und kann daher nicht so einfach gereinigt werden wie Schurwolle.
Zellulosische Chemiefaser (wird nicht von LivingCarpets verwendet)
Sammelbezeichnung für synthetisch hergestellte Fasern aus natürlicher Substanz, nämlich Zellulose - der "Gerüstsubstanz" der Pflanzen. Erfunden bereits in den 20er Jahren des 20. Jh., führten zellulosische Chemiefasern - auch Reyon/Rayon oder Kunstseide genannt. Zellulose ist in Holz oder Stroh gemischt, in Baumwolle fast rein enthalten. Sie wird als weißliche Substanz gewonnen und dann zu unterschiedlichen Fasern verarbeitet, heute z.B. Viskose, Modal, Cupro, Acetat.
Viskose (wird nicht von LivingCarpets verwendet)
Nach dem Nass-Spinnverfahren hergestellte Zellulose- Faser mit guter Feuchtigkeitsaufnahme, aber geringer Nassfestigkeit. Artikel aus Viskose sind hautsympathisch, besitzen eine baumwoll- oder wollähnliche Optik und einen weichen Griff. Verwendet wird Viskose zum Beispiel für Kleider-, Blusen-, Deko- und Futterstoffe, Samte und Plüsche.
Seide
Naturfaser aus dem Gespinst der Seidenraupe und der edelste Textilrohstoff:
Ein langer, ganz dünner Faden, der den Kokon bildet. Man unterscheidet zwischen Wildseide und Maulbeerseide von der Raupe des Maulbeerspinners (Schmetterling), der gezüchtet wird. Von einem Kokon lässt sich nur der mittlere Teil in einer Länge von ca. 1200 m ohne Unterbrechung abhaspeln. Die Fasern werden abgekocht und entbastet, um sie weich und färbbar zu machen. Eigenschaften: glänzend, leicht, sehr weich, kaum knitternd, im Sommer angenehm kühl, im Winter wärmend. Seide wird im Strickstrumpf-Bereich überwiegend zusammen mit Baumwolle oder Wolle verarbeitet.










